Unterricht

Um den Anforderungen des Bildungsauftrages und den steten gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung zu tragen, wird die Sekundarschule Befang in drei verschiedenen Innovationsfelder den Unterricht und die Schule weiter entwickeln und sich den Herausforderungen stellen:

Umgang mit Heterogenität und Integration

Heterogenität, also die Unterschiedlichkeit der Schülerinnen und Schüler in ihrer Begabung, in ihrer Herkunft, in ihrer Reife ist eine Tatsache und für den Unterrichtsalltag eine Herausforderung. Statt auf Systeme zu setzen, in denen wir versuchen diese Unterschiede zu verringern, nutzen wird bewusst die Chancen, die die Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler bringt und fördern das mit- und voneinander Lernen.

Kompetenzorientierung

Wenn wir den Begriff „Lernen“ breiter fassen, orientieren wir uns an Kompetenzen. Der Kompetenzerwerb schliesst nebst den Fachkompetenzen auch die überfachlichen, also die sozialen, personalen und methodischen Kompetenzen mit ein. Durch Handeln bekommt das Wissen eine neue Qualität und durch Wissen bekommt Handeln eine neue Qualität. Der Befang ist nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung, sondern auch ein Lebensraum, ein Ort des Lernens sowie der Begegnungen. Wir stellen uns der Herausforderung Lernprozesse so zu gestalten, dass sie in einem hohen Masse individuell verlaufen und das Verstehen und Begreifen ins Zentrum rücken.

Schule als Lebensraum

Arbeiten an überfachlichen Kompetenzen bedingt, dass die Lernenden auch Verantwortung für ihr Lernen und Zusammenleben übernehmen wollen und können. Wir Lehrenden brauchen Sicherheit um, Verantwortung delegieren und abgeben zu können. Jugendliche übernehmen gerne Verantwortung für sich selber. Dies stärkt ihr Selbstbewusstsein und motiviert. Motivation und Freude sind die wichtigsten Faktoren für ein erfolgreiches und nachhaltiges Lernen. Wollen wir die Schule als Lebensraum verstehen, ist ein Nachdenken über das erweiterte Rollenrepertoire von Lehrerinnen und Lehrer und dessen Bewusstwerdung ein Teil der Unterrichtsentwicklung.

Wenn wir die verschiedenen Herausforderungen annehmen wollen, müssen wir bereit sein, liebgewordene und traditionelle Vorstellungen von Wissensvermittlung und Unterricht zu hinterfragen und in den Kontext der momentanen Gesellschaft zu stellen. Diese Bereitschaft braucht Verständnis, Mut und Wohlwollen. Mit wir sind alle gemeint, die ein Teil der Schule sind: die Lernenden, die Lehrpersonen, die Erziehungsberechtigten und die Ausbilder.